Du bist Baywatch!

“Das Prinzip Meese” von Oliver Kluck gewann im vergangenen Jahr den Förderpreis des Stückemarkts. Es beschreibt eine “Generation”, die zwischen Kurzarbeit und Fernsehen, E- und U-Kultur und unter den an sie gestellten Erwartungen fast verschwindet. Gestern lief das  Stück in der Inszenierung von Antú Romero Nunes im Maxim Gorki Theater in Berlin.

In Jogginghose und T-Shirt: Szene aus "Das Prinzip Meese" in der Regie von Antú Romero Nunes. Foto: Thomas Aurin

Aus dem Vorwort zum Stück:

Jedes Verlagsprogramm ist für dieses Stück geeignet, jedes Feuilleton kann kompetent darüber schreiben (ohne es gesehen zu haben).

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Auf einer Zugfahrt im April

Heute endet der Stückemarkt beim tt09, verliehen werden dann der “Förderpreis für Neue Dramatik” und der “Werkauftrag des tt Stückemarkts”. Zeit, sich der ersten Lektüreerlebnisse  mit den fünf im Wettbewerb befindlichen Stücken zu erinnern.

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Konzentriert in der Gegenwartsbeobachtung: Stückemarkt-Autoren Sofi Oksanen und Oliver Kluck, im Vordergrund der Intendant der Berliner Festspiele (und Lyriker) Joachim Sartorius. Foto: Jason Kassab-Bachi

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Die Macht des Teleprompters

Eine szenische Lesung ist keine Inszenierung! Dennoch ist sie mehr als nur Lektüre: Sie kann einen Text zum Leben erwecken oder aber auch schaden.

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Willkommen im Kindergarten: In der szenischen Lesung von "Das Prinzip Meese" bewies Sandra Hüller Haltung. Foto: Jason Kassab-Bachi

Wie eine szenische Lesung aussieht, haben bereits die Blog-Kollegen Johannes Schneider und Matthias Weigel veranschaulicht. Zur Erinnerung: Schauspieler stehen oder sitzen auf einer Bühne, Manuskript in der Hand, und lesen ein Stück vor. Ein paar Requisiten, beispielsweise ein Bett, eine Flasche oder ein Telefon, werden ihnen manchmal gegönnt. Continue reading Die Macht des Teleprompters