Einfach mal draufhalten

Am Deutschen Theater Berlin hat die Regisseurin Daniela Löffner die Spielenden in ihrer Turgenjew-Adaption „Väter und Söhne“ an einem großen Esstisch versammelt – und das Publikum drumherum, extrem nah, quasi auf Tischtuchfühlung. Der Inszenierung brachte das eine Theatertreffen-Einladung. Zu Recht? Continue reading Einfach mal draufhalten

Auflösung! Die fehlenden Fotos zu den Spielstätten von 50 Jahren Theatertreffen

Akademie der Künste: 1967/1976
Akademie der Künste: 1967/1976
Deutsches Theater Kammerspiele: 1991/1994/1995/1996
Deutsches Theater Kammerspiele: 1991/1994/1995/1996

Die fehlenden Fotos für meine Energie fordernde und einsame Expedition zu den Spielstätten von 50 Jahren Theatertreffen sind gemacht. Es fehlten die Kammerspiele des Deutschen Theaters, und ich habe die Akademien der Künste miteinander verwechselt und statt der richtigen in der Bartningallee (Tiergarten), sie oben, die am Pariser Platz (Mitte) fotografiert. Jetzt stimmt alles. Ich bin froh. Die vollständige Bilderserie finden Sie hier.

Gerstern habe ich dann noch an der Videobustour (hier unsere Hörcollage) teilgenommen, bei der sechs Spielstätten angefahren werden, und ich habe mein Fahrrad sehr vermisst. Deswegen überlege ich jetzt ernsthaft, die nächsten Jahre eine Fahrradtour durch die Landschaft der Theatertreffen anzubieten. Statt Sekt bietet diese Tour: mehr Muskeln! Bei Interesse, einfach bei mir melden.

Typologie der szenischen Lesung mit eingebetteter szenischer Lesung

Was tun, wenn man ein Theaterstück zwar zeigen, es aber dabei nicht (ur-)aufführen will oder kann? Das, was auf allen Stückemärkten des Landes getan wird: szenische Lesungen. Vier Jahre nachdem ich mich im Geburtsjahr des tt-Blogs zusammen mit dem Kollegen Johannes Schneider auf, naja, „experimentelle“ Art (da gibts auch die Textvorlage zum Download) mit dieser Form auseinandergesetzt habe, folgt nun anlässlich der Stückemarkt-Eröffnung in der Pan-Am-Lounge gestern der Versuch einer Systematisierung. Ergänzungen erwünscht.

Anhand der deutschen Dramatik-Plattformen lässt sich die szenische Lesung bisher wie folgt typisieren:

A) Die Heidelberger Handwerks-Lesung: Die Schauspieler lesen ganz „pur“ und konzentriert am Tisch, mit Textbuch aber ohne Requisiten. Das Spiel beschränkt sich auf Blicke und verhaltene Emotionen. (siehe Heidelberger Stückemarkt; Anm. d.R.: Hier sind die Videos zu sehen, die Matthias Weigel dieses Jahr für den Videoblog des Heidelberger Stückemarktes gedreht hat)

B) Die Berliner Hipster-Einrichtung: meist eine kleine, halb-auswendig gespielte Inszenierung mit angedeutetem Bühnenbild und hochkarätigen Schauspielern. (siehe Stückemarkt des Theatertreffens)

C) Die Khuon’sche Pseudo-Uraufführung: Ist eigentlich eine vollwertige Inszenierung mit großem Ensemble und Bühnenbild. Dadurch manchmal sogar aufwändiger und versierter als die folgende Uraufführung (die sich aber dann erst so nennt). Siehe Autorentheatertage, mit Ulrich Khuon von Hamburg nach Berlin umgezogen. Continue reading Typologie der szenischen Lesung mit eingebetteter szenischer Lesung

The D-Word

I set myself a task during my year in Berlin to find the answer to a question that has been bothering me for a while: What Is A Dramaturg? Adding to my motivation (and time constraint) is the fact that the Master’s program in Text & Performance I’m due to begin in October offers a Dramaturgy pathway in one of the modules. I thought it would probably be wise to find out what exactly that might entail before making any rash decisions.
First I should clarify something that makes this topic even more confusing than it already is. A dramaturg will tell you that dramaturgy is not just a profession, but an inherent feature of any performance. The definition of this ‘dramaturgy of a performance’ is a whole different can of worms, and not one that I want to open right now, but we do need an idea of what it is if we’re to find out what the dramaturg’s relationship to it is, so I’ll take Tim Etchells’ definition in his article When I say the Numbers … Some Notes on Time in Performance – not least because it was the closest one to hand, at the back of the Theatertreffen 2012 magazine:
A journey with picaresque structure, from a beginning to a >middle<, through anticipation and climax, finally to closure on arrival somewhere, here, a place which did not exist before.”
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Theaterpreis Berlin 2011 verliehen

Der Regisseur Dimiter Gotscheff, die Schauspielerin Almut Zilcher, sowie die Schauspieler Samuel Finzi und Wolfram Koch erhalten den Theaterpreis der Stiftung Preußische Seehandlung für ihre Theaterarbeiten, darunter “Iwanow” oder “Die Perser“. Er wurde am Sonntag, 8. Mai, im Rahmen des Theatertreffens Berlin, verliehen. Das Preisgeld von 20.000 Euro überreichte der Berliner Bürgermeister Klaus Wowereit. Die vier Preisträger über “Gemeinschaft”, und ihre Bühnenbildnerin Katrin Brack über die gemeinsame Arbeit.

 

 

 

 

Wir gratulieren!

“Tun, als ob” geht bei Gosch nicht!

Die eine ist Schauspielerin, hat schon fünfmal in Inszenierungen von Jürgen Gosch gespielt. Beim tt09 ist sie die Mascha in Tschechows “Möwe”. Dort steht auch die andere, eigentlich Regie-Hospitantin, in der Minirolle des “Dienstmädchens” auf der Bühne, als eine von drei Laien: Meike Droste und Theresa Schütz über ihre Erfahrungen mit dem Regisseur Jürgen Gosch.

Droste und Schütz - aufmacher 1
Von schwierigen gruppendynamischen Prozessen keine Spur: Die Darstellerinnen Meike Droste (links) und Theresa Schütz. Fotos: Jan Zappner

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