Liveblog – Camp-Eröffnung und Diskussion zum Stadttheater

Heute wird das „Camp”  des 51. Theatertreffens offiziell eröffnet. Im „Camp”-Stundenplan bündeln sich die diskursiven Veranstaltungen des Festivals: sowohl Diskussionen und Workshops als auch Perfomances und Yogastunden. „Camp” ist aber nicht nur der Titel für das abwechslungsreiche Programm, sondern bezeichnet auch den Ort in der Kassenhalle, an dem die Veranstaltungen stattfinden.
Obwohl wir unsere Zelte ja im Internet aufgeschlagen haben, werden wir das eine oder andere Mal im Ferienlager der Theatermacher vorbeischauen. Unsere Videoreihe CAMP#, in der Videokünstlerin Hannah Dörr bisher vor allem das Internationale Forum vorgestellt hat, wird in Zukunft auch die öffentlichen Debatten im „Camp” begleiten

Heute berichten wir sogar ab 14.30 Uhr live von der Eröffnung. TT-Blogger Manuel Braun wird dort neben Schorsch Kamerun und Julia Lochte über das Theatertreffen-Blog und das Verhältnis von Theater und Internet sprechen.
Ab 16.00 Uhr ein Liveblog zur Diskussion „Focus Jury – Im Mittelfeld? Die ästhetische und soziale Bedeutung des Stadttheaters“. 

Es bloggen live: Hannah Wiemer und David Winterberg.

17.15: Die Stipendiaten des Internationalen Forums wollen offene Gesprächsformen. Keine Bühne mit Licht und Podium.”Ihr seht aus wie Angeklagte!”. Die Podiumssprecher verlassen ihre Stühle und setzen sich an den Podiumsrand. Miteinander sprechen anstatt Bühne vs Publikum.

17.09: Publikum: “Die Rettung des Theaters auf Kosten der Schauspieler. The body strikes back.”

17.06: Latchinian plant 57 Premieren in der kommenden Spielzeit.

17.02 Geld. Rostock. Das Etat soll um 3,8 Millionen gesenkt werden. Latchinian: “Wir spielen ums Überleben. Aber anstatt Abstriche zu machen wird geklotzt. Das Image des Hauses muss verbessert werden um wieder Publikum anzuziehen. Nicht kleinmütig werden, sondern großmütig bleiben. Man muss Methoden erfinden mit weniger Geld nicht geschlossen zu werden.”

16.59: Stöß: Wir haben Godot vor 12 Leuten gespielt. Aber wir haben gespielt.

16.54: Von schrumpfenden Etats wird immer mehr erwartet.

16.51: Die meisten stimmen für Kunsterfahrung.

16.50: Publikumsfrage: Welche Aufgabe muss ein Theater erfüllen? Die Dramenliteratur lebendig zu halten? Kunsterfahrung bieten? Bildungsarbeit leisten? Sozialarbeit in der Stadt leisten?

16.44: Stöß: Ja.

16.44: Sind die Theaterprogramme in der Provinz weichgespülter?

16.40: Sterr: Regionale Themen sind wichtiger als überregionale Aufmerksamkeit. “Was ist wichtig? Was beseelt einen?”

16.36: Latchinian: Das Theatertreffen ist kein Ziel.

16.34: Latchinian: “Ganz klar für das Publikum. Jedes Publikum das eine Art Liebe spürt ist für alle Experimente offen.”

16.34: Frage an Latchinian: Für wen wird Theater gemacht? Für das Publikum? Für die Theaterkritik? Für die Kunst?

16.28: Die Erfolgreichen Provinztheater begreifen sich als Ort in dem Kultur und Diskussion stattfinden kann “Die Kulturpolitiker müssen begreifen, dass Provinztheater längst andere Aufgaben haben als „nur“ Theater zu sein. Sie sind Ort des Austauschs und damit unentbehrlich.”

16.25: Zweiteilung des Theaters: Das Mittelfeldtheater und die großen Kunsttempel, die Luxusspielräume der Großstädte.

16.24: Theater im Mittelfeld laufen Gefahr belanglos zu werden.

16.24: Theater müssen ihren Fortbestand durch Auslastung legitimieren. Das führt in der Breite zu Spielplänen mit einer großen Anzahl an Comedy, Liederabenden, Musicals. Das mag Besucher anziehen, aber weder die TT-Jury noch die überregionale Kritik. Keine erfreuliche, aber wirtschaftlich leider verständliche Entwicklung.

16.20: Geographischer Wandel in der Provinz seit der Jahrtausendwende: Die Jugend wandert ab, Bevölkerung wird weniger, die Kommunen werden klammer, die finanziellen Engpässe haben zugenommen. Schließungen werden angedroht, Sparten geschlossen.

16.18: Burkhardt: “Warum ist das so?

16.14 Die Statistik zeigt: In 51 Jahren Theatertreffen waren 21 Theater aus Städten eingeladen, die weniger als 500.000 Einwohner haben.  Von 453 eingeladenen Inszenierungen kamen 68 aus der sogenannten mittleren Lage. Die restlichen 385 Inszenierungen verteilen sich auf zwölf Städte. Spitzenreiter ist das burgtheater mit 44 eingeladenen Inszenierungen, gefolgt von dem Berliner Schauspielhaus mit 12 Inszenierungen.

16.12: Burkhardt: “Die zehn bemerkenswertesten Produktionen haben wir dieses Jahr auf den großen Bühnen erlebt. Dominanz der Metropolen hat es immer gegeben.“

16.12: Auf dem Podium nehmen Platz: Barbara Burkhardt (Redakteurin Theater heute), Sewan Latchinian (Intendant Neue Bühne Senftenberg), Norbert Stöß (Ensemblemitglied Berliner Ensembles), Simone Sterr (Intendantin Landestheater Tübingen). Moderation: Vasco Boenisch.

16.07: Focus Jury – Im Mittelfeld? Die Ästhetische und soziale Bedeutung des Stadttheaters. Das verspricht die Programmbeschreibung: “Hunderte von Reisen der Theatertreffen-Juroren in alle Klein-, Mittel- und Großstädte Deutschlands – und dann sind doch wieder nur die großen Theater-Flaggschiffe dabei. In ihren Regionen sind die Stadttheater dagegen oft der letzte Hort des kulturellen Zusammenkommens. Wie ist das Stadttheater heute zu verorten? Welche Folgen hat die Schließung eines Theaters für seine Stadt? Und warum ist es wichtig, dass die Jury nach wie vor die gesamte Theaterlandschaft sichtet?“

15.37: Pause. Rauchen, Trinken, frische Luft.

15.35: Die Idee des Theaters muss von seinem Substrat abstrahiert werden. Das Theater muss als geistige Idee anerkannt werden, anstatt als Ausdrucksform. Wenn dem Theater neben dem geographischen Raum eine geistige Heimat geben und es als geistiger Treffpunkt anerkannt wird, dann ist das Internet prädestiniert für das Theater. Theater muss und wird sich erweitern um seinem ursprünglichen Sinn wieder gerecht zu werden; das es alle Menschen erreicht und virtuell in die Mitte der Gesellschaft rückt. Menschen müssen durch das Theater in egal welcher Form erreicht werden, anstatt sie mit belanglosen Postern in einen verstaubten elitären Raum zu locken.

15.29: Es gibt keine Differenzierung zwischen einem analogen und digitalen Menschen. Selbst im Theater werden E-Mails geschrieben.

15.27: Helm: “Auf der Suche: Was ist Theater? Was ist Internet? habe ich keinen Masterplan, aber die Gedankengänge sind hie und da ein bisschen interessant.”

15.27: TT-Blogger Manuel Helm betritt die Bühne. Er spricht über das Internet, über digitale und analoge Menschen und die Zusammenhänge von Theater und Internet.

15.24: Zum Abschluss seiner Keynote zeigt Kamerun noch ein Musikvideo seiner Band ‘Die Goldenen Zitronen‘:

15.22: Kamerun: „In den Münchner Kammerspielen fährt man mit dem Aufzug runter nach -3 um zu proben. Kunst entsteht bei minus drei!”. Theater darf sich nicht in Räumen verschließen, sondern muss raus in die Stadt.

15.21: Kamerun stockt als er den Titel seines Auftritts ließt. “Was ist überhaupt eine Keynote?”

15.18: Kamerun kommt aus der westdeutschen Punkszene. „In dem Kaff aus dem ich komme hingen kleine Schilder in Cafes auf denen stand ‚Jugendliche und Hunde haben keinen Zutritt‘.“ Anstatt sich physisch dagegen aufzulehnen schrieb er Texte und gründete seine Band Die Goldenen Zitronen‘ um mit Kunst darauf aufmerksam zu machen. “„Ich habe mir nie vorgenommen Künstler, Theatermacher oder Autor zu werden, sondern ich wollte bloß direkt auf die Schwierigkeiten in der Umgebung reagieren.”

15.14: Kamerun: “Der Versuch der Intervention hat mich zum Theater gebracht.”

15.10: Schorch Kamerun wird aufgefordert eine Keynote über seinen Weg zum Theater zu geben. Er betritt das Podium und warnt vorweg: „Das wird kein guter Vortrag“.

15:08: Lochte: “Theater und Gesellschaft sind keine Paralleluniversen.”

14.55: Theater müssen eine neue Architektur finden wenn sie nach neuen Formen des Diskurses suchen.

14.54 Lochte spricht über das Pittsburger Kunstprojekt ‚Conflict Kitchen‘. Ein Kiosk mit Take Away Food wird jedes halbe Jahr von einem Land bestritten, das mit Amerika im Konflikt liegt. Den Anfang machte Iran, es folgten Afghanistan, Kuba und Venezuela. Über das Essen wird ein anderes Narrativ weitergegeben, als das, welches die Medien über den Konflikt mit dem jeweiligen Land bieten. Ein Beispiel dafür, in welchen unterschiedlichen Formen man Gespräche über gesellschaftspolitische Themen initiieren kann.

14.50: Julia Lochte betritt das Podium.

14.46: Büdenhölzer begrüßt die Gastredner: Julia Lochte (Chefdramaturgin der Münchner Kammerspiele), Schorsch Kamerun (Sänger und Regisseur), Manuel Helm (TT-Blogger). Alle drei werden Keynotes über die neuen Wege des Theaters halten.

14.43: Yvonne Büdenhölzer eröffnet das TT Camp mit einer ehrwürdigen Lobeshymne: “Das Camp ist die Öffnung des Theatersaals. Das Camp ist ein Grenzgänger zwischen Spiel und Wirklichkeit. Ein analoger Diskursraum. Es ist Stärkung, Auseinandersetzung, Widerspruch. Das Camp ist Gemeinschaft. Aber das Camp ist nicht nur eine Gemeinschaft, es entsteht aus der Gemeinschaft heraus.” Ziel des Camps ist es Theaterschaffende mit Nachwuchskünstlern, Stipendiaten des Forums, Jurymitgliedern, externen Gästen und Theaterbesuchern zusammenzubringen.

14.00: In 30 Minuten geht es los. Hier schon mal das offizielle Camp-Programm

Hier finden Sie die Videomitschnitte zur Eröffnung des Camps und zur Veranstaltung Focus Jury – Im Mittelfeld? Die Ästhetische und soziale Bedeutung des Stadttheaters.

 

TTtv: U TELL US / Objectification

Eine weitere Folge Begriffsdefinitionsfernsehen mit Stipendiaten des Internationalen Forums, diesmal mit Jonathan Esterkin, Amitesh Grover, Hiroko Oshima und Chong Wang. U TELL US fragt: (How) can objectification be avoided? Die Diskutanten finden eine gemeinsame kulturübergreifende Antwort. Aufgezeichnet in der Akademie der Künste. In English.

Statements vom Symposium „Behinderte auf der Bühne – Künstler oder Exponate?“

„Behinderte auf der Bühne – Künstler oder Exponate?“ Das, wie ich finde, nicht gerade verheißungsvoll überschriebende Symposium fand am Montag in der Kassenhalle im Haus der Berliner Festspiele statt. Es ging, zum Glück!, nicht darum, in Frage zu stellen, dass Menschen mit Behinderung Künstler sein können und sind. Vielmehr landete man spätestens bei der von Festspiele-Intendant Thomas Oberender moderierten, abschließenden Diskussion bei den Fragen: Wie können sich SchauspielerInnen mit Behinderung im Theaterbetrieb emanzipieren? Und wie kann der Theaterbetrieb inklusiver werden? Äußerst kontrovers diskutiert wurde die Nominierung von „Disabled Theater“.

Autor, Regisseur und Schauspieler Dr. Peter Radtke, Schauspielerin Angela Winkler, Festspiel-Intendant Dr. Thomas Oberender, Dramaturg Marcel Bugiel, TT-Jurorin Anke Dürr und Schauspieler Bernhard Schütz diskutierten auf der Bühne.
Autor, Regisseur und Schauspieler Dr. Peter Radtke, Schauspielerin Angela Winkler, Intendant der Berliner Festspiele Dr. Thomas Oberender, Dramaturg Marcel Bugiel, TT-Jurorin Anke Dürr und Schauspieler Bernhard Schütz diskutieren beim Symposium (v. l. n. r.). Foto: Piero Chiussi

Hier als Auszug ein paar markante Statements der Diskussionsteilnehmer:

Bernhard Schütz, Film- und Theaterschauspieler, arbeitet mit Schauspielern mit Behinderung: „Jérôme Bel soll bei ,Disabled Theater’ die Kontrolle aus Hand gegeben haben? Mehr Regie geht nicht! Und dann auch noch diese tiefe Stimme: ,And now Jérôme Bel asked the actors’… Das ist Dressur!“

Peter Radtke, Schauspieler und Autor, selbst mit körperlicher Behinderung: „Jeder Regisseur manipuliert die Schauspieler. Aber ich habe ein Problem damit, wenn eine Gruppe nur aus behinderten Darstellern besteht.“

Angela Winkler, Schauspielerin des Berliner Ensembles, Mutter von Nele Winkler, Schauspielerin des Theaters RambaZamba: „,Disabled Theater’ war eine einzige K … ! Gehen Sie ins RambaZamba oder ins Theater Thikwa – da wird Theater gemacht!“

Anke Dürr, Theatertreffen-Jurorin: „Wir waren auch im RambaZamba-Theater. Wir haben ,Disabled Theater’ eingeladen wegen der Kraft der Darstellung, und weil die Dimension, wo das Stück hinmöchte, eine eigene Qualität hat. Es thematisiert die Theateraufführung selbst. Das haben wir sonst nicht gesehen. Die Jury-Arbeit ist kein soziales Engagement.“

B. Schütz: „Ich war zum Teil schockiert über das Publikum. In Hamburg haben die geklatscht, wenn die Schauspieler sagen: ,Ich bin Schauspieler’. Als könnten die nicht sprechen!“

Marcel Bugiel, Dramaturg bei „Disabled Theater“: „Es stört mich, dass das Stück so ein feel-good-play geworden ist. Ich habe gedachte, dass es provoziert und für Empörung sorgt!“

Es bleibt zu wünschen, dass es öfter Gelegenheit für solche Symposien geben wird. Es sind noch Fragen offen geblieben, das wurde am immer wieder aufgebrachten und erregten Publikum sicht- und hörbar.

TTtv: U TELL US / QUALITAET

Wir starten heute mit einer neuen Serie von TTtv: der Diskussionsrunde U TELL US. Heute  überprüfen vier Teilnehmer des Internationalen Forums (Deborah Hazler, Bernd Isele, Christoph Rufer, Antje Schupp plus Rebecca Riedel als Moderatorin) den Qualitätsbegriff für das Theater und das Theatertreffen und formulieren einen allgemeingültigen (für die Runde konsensbildenden) Satz dazu.

Die TT-Bloggerin Cory Tamler befasste sich ebenfalls schon mit dem Sinn und Zweck von kuratierter Qualitätsauswahl inspiriert von der Performance The Curators Piece der kroatischen Theatermacherinnen Tea Tupajic und Petra Zanki.

Eine Begegnung mit der Zeit

Eine der Überschriften des Theatertreffens lautet „Zeit”. „Waste my time. Über die Kunst der Entschleunigung“ heißt die Diskussion zum Thema, heute um 18 Uhr im Festspielhaus. Ich wollte zuvor beim Theatertreffen von möglichst vielen unterschiedlichen Menschen unterschiedlicher Kulturkreise wissen: Wie gehen sie mit Zeit um? Wie kreieren sie Momente der Entschleunigung in einer so schnelllebigen Welt wie der unsrigen? Beim Besuch im Internationalen Forum, einer der drei TT-Talente-Plattformen, war es gar nicht so leicht, mit den Teilnehmern über das Thema „Zeit“ zu sprechen – denn, paradox genug: dafür bleibt wenig Zeit.
Im Internationalen Forum kommen Menschen unterschiedlicher Nationalitäten zusammen, die einzigen Gemeinsamkeiten: Sie arbeiten alle mit Theater und sie sprechen alle deutsch. Während des Theatertreffens nehmen sie an unterschiedlichen Workshops teil, halten Vorträge über ihre Arbeit und – wie kann es anders sein – gehen ins Theater. Ein straffes Programm.
Als stiller Beobachter habe ich die Pausen zwischen den Workshops besucht, gewartet und versucht, die Momente einzufangen, in denen die Teilnehmer sich zur Langsamkeit besinnen. Anschließend habe ich sie nach ihrem Begriff von Zeit befragt.
Notizen über die „Zeit“ von Schauspielern, Dramaturgen und Regiesseuren

Paul Sebastian Garbers // Regisseur und Bühnenbildner // Stockholm. Foto: Nadine Loës.

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Nicht gefallen wollen

Annette Pullens Inszenierung von Nis-Momme Stockmanns “Kein Schiff wird kommen”, einem Werkauftrag des tt-Stückemarkts 2009, wurde gestern einmalig in der Seitenbühne des Hauses der Berliner Festspiele aufgeführt. Vorher nahmen Stockmann und sein Autorenkollege Oliver Kluck den deutschen Theaterbetrieb auseinander – Marktgefälligkeit ist, zumindest am Diskussionstisch, out.

Angriffs-Stimmung beim letztjährigen Stückemarkt-Gewinner Nis-Momme Stockmann: Im Gespräch mit Oliver Kluck und der Leiterin des Theatertreffens Iris Laufenberg sprach er sich aus gegen eine Angleichung an den Mainstream und die Reproduktion ewig gleicher Diskurse und für einen Schritt in eine Richtung jenseits der Gefälligkeiten des Marktes – Theater sei doch eine Nischenkultur, die eben dadurch die Möglichkeit habe, Nischendiskurse zu verhandeln.  Nichts fände er im übrigen “abtörnender” als die kühle und zynische Art und Weise, in der im zeitgenössischen Theater große Gefühle wie die Liebe als begründbares Phänomen dargestellt würden – da sei ihm das oft geschmähte Pathos immer noch lieber.  Continue reading Nicht gefallen wollen

“In Deutschland wird immer so viel gemeckert”

Am Mittwoch Abend wurde der Stückemarkt offiziell mit einer Podiumsdiskussion eröffnet. Diskutiert wurde über “Grenzen, Zwischenräume und Chancen neuer Dramatik in Europa”. Nach einer Impulsrede der georgischen Dramatikerin und Regisseurin Nino Haratischwili sprach sie mit Roland Schimmelpfennig und Yvonne Büdenhölzer über die verschiedenen Erfahrungen mit europäischer junger Dramatik.

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Ein Krisen-Dramolett

Finanzkrise, Weltwirtschaftskrise und Bankensterben – und was macht das Theater? Diese Frage haben die Moderatoren Susanne Burkhardt und Jürgen König ihren Gästen in der Diskussion “Theater in Zeiten der Krise” gestellt. Für alle, die nicht dabei waren, hier eine kurze Raffung (aus dem Zusammenhang gerissen) als Dramolett.

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Auf der Bühne gegen die Krise ankämpfen? Matthias Lilienthal, Susanne Burkhardt, Armin Petras, Christine Dössel, Jürgen König und Volker Lösch diskutieren. Foto: Jason Kassab-Bachi

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