Quasi-Live-Blog der Pressekonferenz

Herbert Fritsch redet sich hinter den Tulpen hervor. Foto: Yehuda Swed

Baustelle, Haus der Berliner Festspiele. Derzeit staubt es noch hier und da, die Kabel hängen aus der Decke, bis zur Eröffnung des Theatertreffens am Freitag ist alles fertig, frisch renoviert. W-Lan gibt es erst ab morgen, daher stelle ich meine Aufzeichnungen der Pressekonferenz erst nachträglich ins Blog. Fotos folgen.

12:55 Die Stühle für die Pressekonferenz stehen. Ein paar lila Lampignons hängen über den Köpfen der baldigen Verkünder der frohen Theatertreffen-Botschaften.

12:56 Ein erstes Murmeln geht durch den Raum, nachdem sich die Journalisten durch die Baustelle des Theatertreffens gekämpft haben.

12:58 Jagoda Engelbrecht, die Pressechefin der Berliner Festspiele, akkreditiert und busserlt Journalisten.

13:00 Herbert Fritsch, der Star des Theatertreffens, plaudert mit Berliner Festspielleiterin Iris Laufenberg. Er trägt einen grauen Anzug zu einem braunen (!) Hemd. Continue reading Quasi-Live-Blog der Pressekonferenz

Theater, oder was?

Theaterprozession durch den Wedding, angeführt vom Mini-Megaphon. Foto: Piero Chiussi

Die TeilnehmerInnen des Internationalen Forums begegneten sich in den letzten zwei Wochen in vier Workshops, unter anderem bei Chris Kondek und Hans-Werner Kroesinger. Am 23. Mai wurden in den Uferstudios im Wedding und der nächsten Umgebung einige Arbeitsergebnisse präsentiert.

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tt-Überlebenstipp Nr. 12

Übers Leben:

Überlebensstrategien sind normalerweise Ideen wie man ohne Spätschäden durch Phasen großer Verausgabung kommt. Im Kontext eines Kunstfestivals sind das also Luxusprobleme. Nichtsdestotrotz helfen sie mehr als nur zu sagen: “schlafen kann ich, wenn alles vorbei ist.” Konkret: 2000mg Vitamin C täglich schlucken (empfohlene Tagesdosis: 70mg) hilft enorm.

Uwe Gössel, Leiter Internationales Forum

Theaterleute als EasyJetSet

Uwe Gössel leitet seit vier Jahren das Internationale Forum der tt Talente des Berliner Theatertreffens. Wir haben ihn um einen Gastbeitrag gebeten und gefragt, was Internationalität für seine Teilnehmer bedeutet.

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Nach dem Workshop "Geheimagentur" von Sibylle Peters beim Internationalen Forum 2008. Foto: Uwe Gössel

New York, Paris, Tokio. Das Internationale wird gefeiert. In der Wirtschaft, der Politik und in der Kultur. Die Globalisierung schlägt sich auch in den Lebensläufen der Theatermacher nieder, die sich jedes Jahr für die Teilnahme am Internationalen Forum bewerben. Drei und mehr verschiedene Länder im CV zu haben, war vor zehn Jahren noch exotisch. Heute wundert man sich nicht mehr, wenn ein Franzose in England studiert hat, in Deutschland gearbeitet hat und nun in Lettland ein Kulturprojekt leitet. Mit Überschwang wird das häufig in der Bewerbung als Leistung herausgestellt und als Indiz für Erfolg beansprucht. Continue reading Theaterleute als EasyJetSet