Gerüchteküche

Marthaler kommt. Der große Marthaler. Heute abend mit “Riesenbutzbach” von den Wiener Festwochen. Wir geben zu: Bis auf ein Redaktionsmitglied hat noch keiner eine Inszenierung von ihm gesehen. Und trotzdem können wir schon eine Menge zu dem großen Regisseur erzählen. Marthaler, das ist so wie das Münchner Hofbräuhaus, das kennt man, ohne je da gewesen zu sein.

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Die Worte von denen wir nichts wussten

Bleistifte für Peter Handke, Foto: Kim Keibel

Peter Handke sagt, “über das Geräusch eines Bleistifts könnte ich fast eine Ballade schreiben.” Er ist dieses Geräusch gewöhnt, er arbeitet immer handschriftlich, immer mit Bleistift. Die Stummel hebt er auf.

Sein Stück “Die Stunde da wir nichts voneinander wussten” besteht aus 60 Seiten Regieanweisungen. Ein Stück ohne Worte. Weil man diesen Text nie auf der Bühne hört, haben wir vor der tt Premiere heute Abend (Regie: Viktor Bodó) Handkes Worte zum Klingen gebracht. Zwei Minuten, zum Reinhören.

Sprecherin: Barbara Behrendt.

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Musik: Caboume “Fly Swatter”

Tatort Theater

Sonntagabend, “Tatort-Zeit”: Die Schauspielerin Maren Eggert, sonst als Kriminalpsychologin Frieda Jung unterwegs, will zum Stückemarkt des Theatertreffens. Für die tt09-Premiere von Nicolas Stemanns “Die Räuber” ist sie von Hamburg nach Berlin gekommen. In der Inszenierung spielt sie die Amalia, eine Rolle mit der sie durchaus Probleme hatte, wie sie uns im Garten des Festspielhauses erzählt. Ein Podcast.

Maren Eggert
Entspanntes Warten im Garten: Maren Eggert beim tt09. Foto: Jan Zappner

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Liebe Theatergemeinde!

Hortensia Völckers als Podcast. Die Direktorin der Kulturstiftung des Bundes hielt am 1. Mai die Eröffnungsrede des Theatertreffens: was das Theaterspielen an der Erika-Mann-Schule in Berlin-Wedding verändert hat, warum das Theater die “menschliche Urveranstaltung” ist und wie Christoph Schlingensiefs Glaube an “gemeinschaftliche Aufmerksamkeit” verstanden werden kann. Für alle, die nicht dabei waren, ist die Rede hier noch einmal exklusiv und komplett nachzuhören.

Hortensia Völckers. Foto: Jan Zappner
"An welches Theater glauben wir?" fragt sich Hortensia Völckers. Foto: Jan Zappner

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Wie ein Bahnmitarbeiter zum Bühnenpriester wurde

Eugen Dittrich hat sein Leben lang bei der Deutschen Bahn gearbeitet. Dann hat er das Theater entdeckt, oder besser: das Theater ihn. Zur Zeit spielt er in Christoph Schlingensiefs “Kirche der Angst” den Oberpriester. Wie es dazu kam, hat der 69-jährige Mainzer Kristin Becker und Anna Postels erzählt. Zum Anhören des Podcast unter den Fotos auf “Play now” klicken.

Eugen Dittrich als Schlingensiefs Oberpriester und privat. Foto: Jan Zappner
Vorher-Nachher-Bilder: Eugen Dittrich, der Oberpriester der “Kirche der Angst”, in seinen zwei Gewändern. Fotos: Jan Zappner